Was ist Padel? Regeln, Spielweise und alles, was du wissen musst

Was ist Padel? Regeln, Spielweise und alles, was du wissen musst

Die Trendsportart aus Mexiko erobert Europa – und das aus gutem Grund. Padel verbindet das Beste aus Tennis und Squash, ist leicht zu erlernen und macht vom ersten Ballwechsel an Spaß. Aber wie funktioniert das Spiel eigentlich? Hier erfährst du alles über die Regeln, das Spielfeld, die Ausrüstung und die richtige Technik.

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Woher kommt Padel?

Die Geschichte von Padel beginnt 1965 im mexikanischen Acapulco. Don Enrique Corcuera wollte auf seinem Grundstück einen Tennisplatz bauen – doch der Platz reichte schlicht nicht aus. Kurzerhand entwarf er ein kleineres Spielfeld, das auf mehreren Seiten von Mauern begrenzt war. Die Wände wurden nicht als Hindernis betrachtet, sondern als Teil des Spiels – und so war Padel geboren.

Nur wenige Jahre später, 1968, erreichte die Idee Europa: Prinz Alfonso von Hohenlohe ließ im Hotel Puerto Romano in Marbella den ersten europäischen Padel-Court errichten, inspiriert von seinem mexikanischen Freund. Von Spanien aus verbreitete sich der Sport rasant über die iberische Halbinsel, nach Argentinien, in die USA und schließlich in den Rest Europas. Heute ist Padel eine der am schnellsten wachsenden Sportarten der Welt – und auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz schießen die Courts wie Pilze aus dem Boden.

Der Name „Padel" leitet sich übrigens vom englischen Wort paddle ab, was so viel wie Paddel oder Schläger bedeutet.

Was unterscheidet Padel von Tennis?

Wer Tennis kennt, wird sich bei Padel schnell zurechtfinden – und trotzdem überrascht sein, wie anders sich das Spiel anfühlt. Die wichtigsten Unterschiede:

Das Spielfeld ist kleiner und von Wänden umgeben. Ein Padel-Court misst 20 × 10 Meter (ein Tennisplatz im Doppel: 23,77 × 10,97 Meter). Die Wände aus Glas und Metallgitter gehören aktiv zum Spiel – ähnlich wie beim Squash darf der Ball von der Wand zurückgespielt werden.

Der Schläger ist komplett anders. Statt einer bespannten Fläche hat ein Padel-Racket eine feste, perforierte Schlagfläche aus Verbundmaterialien wie Kohlefaser und Schaumstoff. Die Löcher reduzieren Luftwiderstand und Gewicht. Der Schläger ist mit rund 46 cm Länge deutlich kürzer als ein Tennisschläger.

Der Aufschlag kommt von unten. Kein kraftvoller Überkopf-Aufschlag wie im Tennis – beim Padel wird der Ball unterhalb der Hüfte geschlagen. Das macht den Einstieg deutlich leichter.

Padel wird fast ausschließlich im Doppel gespielt. Vier Spieler, zwei gegen zwei – das sorgt für kurze Wege, schnelle Ballwechsel und jede Menge Action.

Das Spielfeld: Der Padel-Court im Detail

Ein Padel-Court hat standardmäßig eine Länge von 20 Metern und eine Breite von 10 Metern. Die Spielfläche ist durch ein Netz in zwei gleich große Hälften geteilt. Die Netzhöhe beträgt in der Mitte 88 cm und an den Pfosten 92 cm – etwas niedriger als im Tennis.

Rund um das Spielfeld erstrecken sich Wände: Die hinteren Wände bestehen in der Regel aus Glas und sind bis zu 3 Meter hoch, darüber folgt ein Metallgitter bis auf 4 Meter Gesamthöhe. An den Seiten sind die Wände niedriger, und es gibt offene Bereiche, durch die Spieler den Court sogar verlassen können, um einen Ball zu erlaufen – ein spektakuläres Element des Spiels.

Jede Spielfeldhälfte ist durch eine Mittellinie in zwei Aufschlagfelder unterteilt. Die sogenannte T-Linie markiert die Aufschlagzone.

Die Ausrüstung: Was brauche ich zum Spielen?

Padelbekleidung Padelbekleidung

Die Padel-Regeln: So wird gespielt

Punkte innerhalb eines Spiels: 0 – 15 – 30 – 40 – Spiel. Bei Gleichstand (40:40, auch „Deuce" genannt) muss ein Team zwei Punkte in Folge gewinnen. Der erste Punkt nach Deuce heißt „Vorteil" (Advantage). In manchen Turnierformaten wird bei Deuce ein entscheidender Punkt gespielt (sogenannter „Golden Point").

Satz (Set): Das Team, das zuerst sechs Spiele gewinnt und dabei mindestens zwei Spiele Vorsprung hat, gewinnt den Satz. Bei 6:6 wird ein Tiebreak gespielt.

Match: Ein Match wird in der Regel über zwei Gewinnsätze entschieden (Best of Three).

  1. 1. Position

    Der Aufschläger steht hinter der Aufschlaglinie auf seiner Seite des Courts.

  2. 2. Ballwurf

    Der Ball wird nicht geworfen, sondern fallengelassen. Er muss einmal hinter der Aufschlaglinie aufspringen.

  3. 3. Schlag

    Der Ball wird unterhalb der Hüfthöhe geschlagen – ein Unterschnitt- oder flacher Schlag ist üblich.

  4. 4. Richtung

    Der Aufschlag geht diagonal über das Netz in das gegnerische Aufschlagfeld (T-Feld).

  5. 5. Zwei Versuche

    Wie im Tennis hat jeder Spieler zwei Aufschlagversuche pro Punkt. Landet der erste Aufschlag nicht korrekt, folgt der zweite. Misslingt auch dieser, ist es ein Doppelfehler – und der Punkt geht an die Gegner.

Warum Padel so beliebt ist

Padel hat in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erlebt – und das hat gute Gründe. Der Sport ist schnell zu erlernen, weil der Aufschlag von unten kommt und der kleinere Court kürzere Laufwege bedeutet. Gleichzeitig bietet das Wandspiel eine enorme taktische Tiefe, die auch erfahrene Spieler immer wieder herausfordert.

Da Padel im Doppel gespielt wird, ist es außerdem ein extrem geselliger Sport. Die Rallys sind länger als im Tennis, die Ballwechsel dynamischer, und das gemeinsame Spielerlebnis steht im Vordergrund. Ob mit Freunden, der Familie oder in der Firmengruppe – Padel bringt Menschen zusammen.

Und das Beste: Du brauchst keine jahrelange Vorerfahrung. Anders als im Tennis, wo der Aufschlag allein Monate an Übung erfordert, kannst du beim Padel vom ersten Tag an echte Ballwechsel spielen und Spaß haben.

Bereit für dein erstes Match?

Alles, was du brauchst, ist ein Padelschläger, ein Paar Sportschuhe und drei Mitspieler. Die meisten Padel-Anlagen bieten Leihschläger an, sodass du den Sport ganz unkompliziert ausprobieren kannst. Die passende Ausrüstung für dein nächstes Level findest du natürlich bei Padel-Point.

Wir sehen uns auf dem Court!

Häufig gestellte Fragen

Der Punkt endet, wenn: der Ball zweimal auf dem Boden in einer Spielfeldhälfte aufspringt. Der Ball ins Netz geschlagen wird Der Ball direkt (ohne vorherigen Bodenaufsprung im gegnerischen Feld) Gegen die gegnerische Wand oder das Gitter gespielt wird Ein Spieler den Ball mit dem Körper berührt Der Ball außerhalb des Spielfelds landet, ohne vorher die Wand berührt zu haben
Der Aufschlag wird wiederholt (sogenannter „Let"), wenn der Ball das Netz berührt, aber trotzdem korrekt im richtigen Aufschlagfeld landet und dort aufspringt. Auch wenn der Ball nach der Netzberührung die Glaswand berührt, wird der Aufschlag wiederholt.
Padel ist eine Racketsportart, die Elemente aus Tennis und Squash vereint. Gespielt wird auf einem 20 × 10 Meter großen Court, der von Glas- und Gitterwänden umgeben ist. Die Wände sind aktiver Teil des Spiels – der Ball darf von ihnen zurückgespielt werden.
Nein, Padel gilt als eine der am leichtesten zugänglichen Racketsportarten. Der Aufschlag erfolgt von unten, das Spielfeld ist kleiner als beim Tennis und die Schläger sind kürzer. Die meisten Anfänger können bereits nach wenigen Minuten echte Ballwechsel spielen.
In der Regel ja. Padel ist als Doppelsportart konzipiert – zwei gegen zwei. Technisch ist auch ein Einzel möglich, aber das ist in der Praxis die absolute Ausnahme.